Pfarrerin Elisabeth Hübler-Umemoto


21. 06. 1958 Geboren in Potsdam
1977 Abitur in Bielefeld-Sennestadt
Studium der Ev. Theologie in Berlin (Kirchliche Hochschule), Birmingham/GB und Tübingen
1985 – 1988 Vikariat in Bocholt
1988 – 1990 Entsendungsdienst Lutherkirche Herne
1989 Ordination
1990 – 1999 Entsendungsdienst Kreuzkirche Herne, Bezirk Herne-Alt
1991 – 1999 Berufsbegleitende Ausbildung zur tiefenpsychologischen Körpertherapeutin
1999 – 2003 mitreisende Ehefrau in Yokohama/Japan (ehrenamtlicher Dienst in der deutschsprachigen Gemeinde)
2003 – Juli 2012 Pfarrerin der Ev. Gemeinde Deutscher Sprache Tokyo/Yokohama



Seit 1991 verheiratet mit Naoto Umemoto, Professor für Theologie und Interkulturelle Kommunikation (ab April 2012 emeritiert), ein Sohn, Hibiki Joel

Hobbies: Singen, Pilgern, gute Filme




Nach neun Jahren Tokyo werden meine Familie und ich im Sommer 2012 nach Deutschland zurückkehren.
Die Zeit hier in Japan war unglaublich bereichernd. Ich bin sehr dankbar für so vieles, das ich hier lernen durfte. Viele gute Erinnerungen werde ich mitnehmen:
Die Familienwochenenden in Yamanakako, die Konfirmandenfreizeiten zusammen mit den Firmlingen von St. Michael, die Kinderbibeltage und den Schulunterricht an der DSTY, die Gottesdienste in unserer wunderschönen Kreuzkirche, die Bibelgesprächsrunden, die Bastelgruppe, die große Mitmachbereitschaft bei unseren Adventsbasaren, die vielen Begegnungen mit Gemeindemitgliedern, Gästen, Menschen in Tokyo und Yokohama.

Elisabeth Hübler-Umemoto

An besondere Ereignisse werde ich gerne zurückdenken:
Das Jubiläum 2005 »120 Jahre Ev. Gemeinde Deutscher Sprache Tokyo/Yokohama«. Zu diesem festlichen Anlass hatten wir den Enkel des Gründers, Pfarrer Lukas Spinner, aus der Schweiz zu Gast.
2007 hatten wir die Asiatische Pfarrkonferenz bei uns in Tokyo.
Der Neubau des Pfarrhauses hat uns lange beschäftigt. 2011 durften wir Einweihung feiern.
2011 war das wohl schwerste Jahr f¨r Gemeinde und Pfarrerin. Das Erdbeben am 11. März 2011 mit der Tsunami- und Fukushima-Katastrophe hat uns vor ganz neue Herausforderungen gestellt. Der Konflikt zwischen »flyjin« und »stayjin« (denjenigen, die Japan verlassen haben und denjenigen, die geblieben sind), hat uns hier alle auf die eine oder andere Weise verletzt. Eine Last, die wir noch lange spüren werden.
Die Katastrophe vom 11. März hat uns aber auch ganz neue, beglückende Erfahrungen geschenkt. Die große Spendenbereitschaft aus Deutschland, das Mitgefühl, das in vielen Briefen Ausdruck fand, und die Kontakte zu wunderbaren Menschen in der Erdbebenregion haben uns als Gemeinde sehr bereichert.
Mein Mann und ich durften die Aufführung der 9. Symphonie von Beethoven in Kamaishi/Präfektur Iwate miterleben. Mitwirkende waren in der Mehrheit Schülerinnen und Schüler aus der Nachbarstadt Otsuchi, wo 2/3 aller Häuser weggeschwemmt wurden. Wir durften erfahren, wie eine traumatisierte Kommune ihre Kraft sammelt, um neu anzufangen. Der Jubelruf »Freude schöner Götterfunken« war noch bei Beethoven geliehen, aber wir konnten deutlich spüren, dass er ein Ausdruck neuer Hoffnung gegen den Augenschein war. Das hat uns tief berührt.

Alle diejenigen, die an mir Anstoß genommen oder sich von mir ungerecht behandelt gefühlt haben, bitte ich von Herzen um Verzeihung.
Am 12. Februar wurde meine Nachfolgerin gewählt. Ich hoffe, Sie nehmen die neue Pfarrerin herzlich auf, und wünsche Ihnen für die Zukunft dieser Gemeinde Gottes Segen und gutes Gelingen.
Einen guten Übergang wünsche ich uns allen

Ihre
Elisabeth Hübler-Umemoto

ab August 2012 Pfarrerin in Versmold-Peckeloh

 

Zuletzt geändert am 05.07.2012